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Ein Hotel beherbergt Gäste gegen Bezahlung für eine bestimmte Dauer und bietet Unterkunft, und mindestens ein Frühstück. Es ist ein touristisches, dem Hotel- und Gaststättengewerbe zuzuordnendes Unternehmen.

Davon zu unterscheiden sind die Pension und der Gasthof.


Wortherkunft 

Der im 17. Jahrhundert aus der französischen Sprache entlehnte Begriff (hôtel von altfranzösisch (h)ostel aus dem spätlateinischen hospitale für Gastzimmer) bezeichnete in französischen Städten, vor allem in Paris, ein adliges Wohnhaus. So hießen auch (manchmal) öffentliche Gebäude. Das Wort fand seinen Weg in den heutigen Gebrauch, in vielen Sprachen.

Das Wort Hotel wurde aus dem Französischem entlehnt, ist aber im Grunde lateinischen Ursprungs. Die Wurzel des Worts ist noch älter und verweist, wie der Schriftsteller Raoul Schrott in seinem Buch „Hotels“ beschreibt, auf eine mythische Herkunft: „Die Etymologie der Wörter Hotel, hôtel oder host geht auf die Göttin Hestia zurück. Zeus hat ihr die Mitte des Hauses, den Herd zugewiesen, jene kreisförmige Feuerstelle im offenen Megaron – dem mykenischen Innenhof – zu der man den Gast wie zu einem Altar, einem omphalos führte, als Zeichen, dass er willkommen war.“

Ausstattung 
Hotel Burj al Arab in Dubai
Hotel Burj al Arab in Dubai

Ein Hotel hat für seine Gäste mindestens eine vollständige Einrichtung für:

    * Empfang (Rezeption)
    * Beherbergung
    * Gastronomie/Frühstück

Größere Hotels haben einen Empfangs- und Aufenthaltsbereich (Lobby), mindestens ein Restaurant, eine Bar und, je nach Kategorie, Fitnessbereich mit oder ohne Schwimmbad, Garage und andere Einrichtungen. Hotels verfügen im Gegensatz zu Pensionen über eine Rezeption. Bei Hotels der gehobenen Kategorien (4 und 5 Sterne) ist die Rezeption rund um die Uhr besetzt.

Es gibt Hotels in den verschiedensten Preis- und Komfortklassen – je nach Land in eigenen Klassifizierungen für eine bestimmte Rubrik nach Hotelsternen kategorisiert. Einen weltweit einheitlichen Kriterienkatalog gibt es nicht. Grundsätzlich sind Ein-Sterne-Hotels sehr einfach ausgestattet, Fünf-Sterne-Hotels dagegen sind äußerst luxuriös, wobei sich die Bewertungsmaßstäbe von Land zu Land unterschieden.

Das an der Bettenzahl gemessene größte Hotel in Deutschland ist das Estrel in Berlin mit 1.125 Zimmern, das kleinste mit nur einem Zimmer ist das Hotel einschlaf in Wolfsburg. Das oft als luxuriösestes Hotel der Welt beschriebene ist das Burj al Arab in Dubai, Vereinigte Arabische Emirate.

Ein gewisser Trend sind die (in einem Katalog verzeichneten) oft eigenwillig ausgestatteten so genannten Design-Hotels. Sie wollen individueller sein als die traditionellen und klassischen Hotels.

Die Hotelleitung 

Die Leitung eines Hotels hat ein weit gefächertes Aufgabengebiet. Hierbei unterscheiden sich kleine wesentlich von mittelständischen oder großen Kettenhotels. Der Hoteldirektor muss vielfältige Talente mitbringen: von Marketing über betriebswirtschaftliches Controlling bis hin zur Gästebetreuung alles beherrschen, um einen rentablen Betrieb zu führen. Eine zweite, zur Entlastung beitragende Führungsebene ist selten in kleineren Hotels verfügbar. In jedem größeren Hotel (ab ungefähr 55 Zimmern) gibt es jedoch noch einen Assistenten. Er hat die Aufgabe, die kleineren Probleme ohne den Direktor zu lösen. In großen Hotels (ab ca. 100 Zimmern) hat der Direktor im Normalfall noch einen Stellvertreter. In der Regel kümmert er sich um das Personal, Einkauf, und einen Großteil der Verwaltung. Alle wichtigen Entscheidungen laufen trotzdem über den Tisch des Hoteldirektors.

Hotelfachschulen bieten mittlerweile Aufbaustudiengänge zum Hotelbetriebswirt an. Praktische, ausschließlich an die Hotellerie adressierte Fachliteratur ist rar. Siehe hierzu die Literaturliste.

Die Betriebsorganisation 
Hotel Paris und das Bellagio in Las Vegas
Hotel Paris und das Bellagio in Las Vegas

Ein Hotelbetrieb bietet grundsätzlich zwei Hauptleistungen an, welche sich aus der Definition ergeben.

    * Beherbergungsleistungen (Logis (fr.), Rooms Division (engl.) von franz. Logement)
    * Verpflegungsleistungen (auch Wirtschaftsabteilung oder Food & Beverage (F&B) genannt)

Die Beherbergungsleistungen sind unter anderem:

    * Beherbergung im eigentlichen Sinne: die Unterbringung in Zimmern
    * Aufenthaltsmöglichkeiten
    * Empfang, Check-In, Check-Out, Information, Kommunikation, Concierge,

Die zentrale Verpflegungsleistung ist das Frühstück. Je nach Kategorie müssen weitere Verpflegungsleistungen angeboten werden. Sie werden in Küchen- oder Kellerleistungen unterschieden.

    * Küchenleistung:
          o Zimmerspeisekarte
          o Halb- oder Vollpension
          o à la carte
          o Snacks
          o Desserts, Kuchen
          o warme Getränke wie z. B. Kaffee, Tee und weitere
    * Kellerleistung:
          o Weine
          o Biere
          o Spirituosen
          o sonstige alkoholische Getränke
          o alkoholfreie Getränke

Antike Rezeptionsglocke am Hotelempfang
Antike Rezeptionsglocke am Hotelempfang

Neben diesen beiden Hauptleistungen werden oft zahlreiche weitere Nebenleistungen, wie z. B. Telefon/Fax, Internetanschluss, Fernsehen, Wäschereinigung, Wellnessangebote, Vermietung von Tagungsräumen, Tabakwaren, Garagenbenutzung, Gästetransfers, Gepäcktransporte, Animationsprogramme, Ticketvermittlung, Ausflüge, Sonnenschirme und Liegestühle, Shopping & Boutiquen, Coiffeur, Sportgeräteverleih, Business-Center, Parkplätze, Bootsanlegestelle, Pay-TV, Pool, Minibar, Fitness, Bademäntel, Badeartikel, Radio, Safe/Tresor, Videos, Room Service, Weckdienst, Schuhputzautomaten, Skiraum angeboten.

Man unterscheidet zwischen vier Leistungsstellen bzw. -bereichen:

    * Logement (Rooms) (Empfang (Frontoffice), Hauswirtschaft (Housekeeping), Reservierung)
    * Verpflegung (Food & Beverage) (Küche, Restaurant, Bar, Etagenservice, Bankettservice)
    * Logistik (Einkaufsbüro, Warenkontrolle, Lagerhaltung, Magazin)
    * Verwaltung (Administration) (Direktion, Buchhaltung/Rechnungswesen, Controlling, Sekretariat, Marketing/Sales, Personalabteilung, Werkstätte/Unterhalt)

Hoteltypologie 
langer Hotelflur im Bellagio in Las Vegas
langer Hotelflur im Bellagio in Las Vegas

Die Hotellerie deckt unterschiedliche Gästebedürfnisse ab; die Betriebsarten unterscheiden sich hierbei nach Kriterien:

    * Verpflegungsmöglichkeiten
          o Beherbergung und Verpflegung
                + Vollpension: Übernachtung, Frühstück, Mittag- und Abendessen
                + Halbpension: Übernachtung, Frühstück, Mittag- oder Abendessen
                + Hotel Garni: Übernachtung, nur mit Frühstück
    * Aufenthaltszweck
          o Kurhotel
          o Wellness
          o Studentenhotel
          o Ferienhotel
          o Sporthotel
          o Businesshotel
          o Kongress- oder Seminarhotel: engl. MICE (Meetings, Incentives, Congress and Events)
          o vgl. Resort
    * Zielgruppe
          o Kinderhotel
          o Radfahrer-Hotel
          o Pilger-Hotel (Herberge)
          o Frauenhotels sind exklusiv für Frauen; viele werden auch ausschließlich von Damen betrieben. Häufig nehmen alleinreisende Geschäftsfrauen und Urlauberinnen mit kleinen Kindern sie in Anspruch. In New York gibt es alte Dauergäste, die sie wie ein Seniorenheim nutzen (keineswegs nur hochpreisig).
          o Nichtraucher-Hotels
    * Lage
          o Bahnhofshotel (z. B. Intercity-Hotels in Deutschland)
          o Flughafenhotel
          o Motel: liegt direkt oder in unmittelbarer Nähe von wichtigen Straßenverbindungen und Autobahnen. Pro Gästezimmer steht mindestens ein Parkplatz zur Verfügung, sowie 24 h Check-in-Möglichkeit. Motels werden aufgrund ihrer verkehrstechnisch günstigen Lage auch vermehrt als Durchführungsort von Seminaren, Konferenzen und Tagungen gewählt. Die ersten Motels entstanden zu Beginn des 20. Jahrhunderts in den USA und sind dort am meisten verbreitet.
          o Stadthotel
          o Berghotel
          o Seehotel
          o Strandhotel
          o Parkhotel
    * Reiseform
          o Hotel für individuell reisende Gäste
          o Gruppenreisende, Busreisehotel
          o Business- und Messereisende

Hotelwerbung um 1900 (Australien)
Hotelwerbung um 1900 (Australien)

    * Betriebsgröße
          o Kleinbetriebe: 20–70 Betten
          o Mittelgroße Betriebe: 71–150 Betten
          o Großbetriebe: mehr als 150 Betten
    * Betriebsdauer
          o Ganzjahresbetriebe
          o Saisonbetriebe
                + Einsaisonbetrieb: Sommer oder Winter
                + Zweisaisonbetrieb: Sommer und Winter (Zwischensaison geschlossen)

Schlafkabine in Osaka
Schlafkabine in Osaka

    * Unternehmensform
          o Inhaberbetriebe
          o Pachtbetriebe
          o Aktiengesellschaften, GmbH
          o Genossenschaften
          o Franchising, Managementverträge
    * Sonderformen von Hotels:
          o Ein Kapselhotel ist eine relativ neue, besonders Platz sparende Hotelform in Japan. Dabei verzichtet man auf Gästezimmer, sondern bringt die Gäste in wabenförmigen, übereinander gestapelten Kapseln unter – jeweils nur liegend zu benutzen. Bäder oder Toiletten sind als Gemeinschaftseinrichtung vorhanden. In den meisten Kapselhotels gibt es darüber hinaus Gemeinschaftsräume zum Aufenthalt, ähnlich einem Fernsehzimmer. Trotzdem sind die Kapseln meist auch jeweils einzeln mit einem Fernseher in Augenhöhe ausgestattet, um ein Minimum an Beherbergungskomfort zu gewährleisten. Oft nutzen Geschäftsreisende oder Pendler Kapselhotels, die überwiegend – ähnlich einem Motel – an Verkehrsknotenpunkten liegen.
          o Stundenhotels/Love Hotels
          o Schwimmende Hotels, z. B. Kreuzfahrtschiffe, Flussschiffe
          o Fahrende Hotels wie Schlafwagen und Rotels

Banff Springs Hotel in Alberta
Banff Springs Hotel in Alberta

Geschichtliches 

Hôtels waren palastartige Stadthäuser des Adels – seit dem 18. Jahrhundert ist der Name auch für Gasthäuser mit gehobenem Anspruch üblich.

Das erste Hotel der Welt mit dem Namen eröffnete angeblich der Friseur David Low im Londoner Covent Garden als „Grand Hotel“ am 25. Januar 1774. Bis dahin gab es nur möblierte Zimmer oder mehr auf Verköstigung ausgerichtete Gastwirtschaften.

Ausgehend von den USA wurden vor allem nach dem Zweiten Weltkrieg Hotelketten gebildet, bei denen zum Teil Hunderte von weltweit verteilten Hotels unter einer gemeinsamen Hauptverwaltung stehen.

Berufsgruppen und -bezeichnungen 

Gastronomie 

    * Wirtschaftsdirektor (F&B-Manager)
          o stellvertretender Wirtschaftsdirektor (Assistant F&B-Manager)
                + Restaurantleiter (Restaurant Manager)
                      # Oberkellner (Maitre d’Hôtel)
                      # Sommelier
                      # Chef de Rang (Restaurant Supervisor)
                      # Demichef de Rang (Stationskellner)
                      # Commis de Rang (Kellner)
                      # Food runner
                + Bankettserviceleiter (Banquet Service Manager)
                      # stellvertretender Bankettserviceleiter (Assistant Banquet Service Manager)
                      # Chef de Rang (Banquet Supervisor)
                      # Demichef de Rang (Stationskellner)
                      # Commis de Rang (Kellner)
                + Barkeeper
                      # Bartender (bar waiter)
                      # Commis de bar
                + Etagenserviceleiter (Room Service Manager)
                      # Etagenkellner (Room Service Waiter)

Küche 

    * Küchenchef (Chef de Cuisine)
          o stellvertretender Küchenchef (Souschef)
                + Saucenkoch (Saucier)
                      # Bratenkoch (Rotisseur)
                      # Fischkoch (Poissonnier)
                + Beilagenkoch (Entremetier)
                      # Gemüsekoch (Legumier)
                      # Suppenkoch (Potager)
                + Koch der kalten Küche (Gardemanger)
                      # Vorspeisenkoch (Hors d'œuvrier)
                      # Küchenmetzger (Boucher)
                + Springer (Tournant)
                + Personalkoch (Communard)
                + Konditor/Dessertkoch (Pâtissier)

Arbeitsbereiche auf der Etage (Housekeeping) 

    * Traditionelle Organisation auf der Etage (Directrice/Hausdame)
    * Moderne Organisation: Housekeeper und andere Tätigkeitskreise

Die Etagenabteilung ist flächenmäßig die größte Abteilung des Hotels und umfasst folgende Hotelräumlichkeiten und Bereiche:

   1. alle Gästezimmer
   2. sämtliche Gänge und Korridore
   3. den Hallenbereich
   4. alle öffentlichen Räumlichkeiten
   5. alle Treppenhäuser

Die Etagenabteilung hat prinzipiell vier Hauptfunktionen:

   1. Gesamte Reinigung und Instandhaltung in Zusammenarbeit mit der technischen Abteilung, Dekoration der Zimmer und Aufenthaltsräume
   2. Ausbildung und Training ihrer Mitarbeiter
   3. Bestellung und Kontrolle aller notwendigen Bedarfsmittel, Reinigungsmittel und Gäste¬artikel (Guest supplies)
   4. Administration – Dienstplaneinteilung und notwendige Kontrollreports

Die Arbeitsbereiche auf der Etage beeinflussen die Form der Organisation. Die Tätigkeitsbereiche können abhängig von der Größe des Hotels und Niveaus organisiert werden.

    * Traditionelle Organisation auf der Etage:
          o Die Leitung der Aufgaben erledigt die Directrice (gondnokno) bzw. Hausdamen(-assistentin)
          o Zu der Directrice/Hausdamen(-assistentin) gehören mehrere Brigaden auf den Etagen. Sie bestehen aus folgenden Personen: Zimmerfrau, Zimmermädchen, Putzfrau und eventuell auch Lohndiener (Pagen und Aushilfskräfte) auf der Etage.
          o Alle Brigaden erledigen die Aufräumungsarbeiten auf einer oder mehreren Etagen.
          o Die Leitung und Abstimmung und Kontrolle ihrer Arbeiten erledigt die Directrice/Hausdamen(-assistentin), die auch mit anderen Bereichen (F&B, Bankett, usw.) den Kontakt hält.
    * Moderne Organisation auf der Etage
          o der Housekeeper leitet diesen Bereich
          o die Hausdamen kontrollieren die Arbeit der Brigaden auf den Etagen.
          o Zu diesem Bereich gehören auch die Putzfrauen der Gemeinschaftsräume auf den Etagen.
          o Im Vergleich zur traditionellen Organisation ist es flexibler.
    * Einfache Organisation auf der Etage
          o Dies trifft besonders für kleinere Hotels zu.
          o Die Arbeit wird von der Hausdame kontrolliert, die mit dem Front Office den Kontakt hält.
          o Es gibt auch die Möglichkeit, dass die Zimmermädchen unter der Leitung der Chief Concierge oder der Empfangsleitung stehen.

Zimmerstatus: Das Housekeeping zeigt mit der Veränderung des Zimmerstatus dem Room Division Management oder der Empfangsabteilung an, in welchem Zustand sich die Zimmer zurzeit befinden: z. B. leer – nicht aufgeräumt, besetzt, leer – sauber usw.

    * Out of order – das Zimmer kann nicht vergeben werden (wird renoviert, es gibt technische Probleme, z. B. der Wasserhahn tropft, die Heizung funktioniert nicht richtig.)
    * Rentable rooms – diese Zimmer können heute vergeben werden

Der unten genannte Zimmerstatus wird von der Empfangsabteilung an die Hausdame gemeldet:

    * No Show rooms – Zimmer, die gebucht wurden, aber die Gäste sind nicht angekommen.
    * Walk in rooms – Zimmer für Gäste, die ohne Reservierung ankommen.
    * Day rooms – Zimmer für Gäste, die nicht im Zimmer übernachten, sondern nur für einige Stunden das Zimmer in Anspruch nehmen (Flugpiloten, Flugpassagiere, die ihren Flug verpasst haben, Geschäftsleute für Sitzungen in Hotel-Suiten)

Überfüllung/Überbuchung: im Hotel werden für eine bestimmte Periode mehr Zimmer verkauft, als zur Verfügung stehen. So versucht man Umsatzausfälle zu vermeiden, die wegen der Gäste entstehen, die nicht anreisen oder kurzfristig stornieren.

Berufsgruppen und -bezeichnungen:

    * Hausdame (Executive Housekeeper) (emeleti vezeto). Aufgaben:
          o Leitung der Arbeit auf der Etage
          o die Analyse der Arbeitseffektivität
          o Planungsaufgaben (Grundreinigung, Wartungsarbeiten, Weiterbildungen)
          o Sicherung des Personals
          o Kontrolle
          o die Organisation der Geschenke bzw. Treatments (bekészítések) für Stammgäste und VIP-Gäste – Wein, Obst …
          o Betreuung der VIP-Gäste
          o Vorbereitung des jährlichen Investitions- und Bedarfsplanes (Bestellplanes)
    * Stellvertretende Hausdame (Assistant Housekeeper) = Wirtin (gondnokno): Sie verrichtet ihre Aufgaben unter der direkten Leitung des Housekeeping-Managers, die vor allem in der Leitung und Kontrolle der ihr unterstellten Mitarbeiter bestehen.
          o Sie fertigt den täglichen Arbeitsplan der Zimmerfrauen an, sammelt die von ihnen angefertigten Rapporte ein und stimmt sie mit dem Beschäftigungsplan ab.
          o Sie leitet den Verzehr aus der Minibar zur Berechnung weiter.
          o Sie ist meist verantwortlich für 80–100 Zimmer (kommt immer auf den Standard des Hauses an)
    * Hausdamenassistent/in (Housekeeping Supervisor)

          Ist in allen Fragen der Hausdame unterstellt und hält engen Kontakt zu den Zimmermädchen

    * Zimmermädchen/Roomboy (Cleaner)

          Sie verrichten ihre Arbeit unter der Leitung der Hausdame.

          o Ihre Aufgaben sind das Vorbereiten der Zimmer und anderer Räumlichkeiten.
          o Sie können täglich ca. 20 Zimmer pro Person vorbereiten.
          o Sie bekommen jeden Tag von der Hausdame die Liste der aufzuräumenden Zimmer und die Zimmerschlüssel/Zimmerkarten.
    * Lohndiener (Page oder Aushilfe) auf der Etage
          o Er hilft den Zimmermädchen bei den schweren Arbeiten (Wäschewechsel, Transport von Möbelstücken, Vorbereitung eines Zusatzbettes).
          o Er hat nebenbei die Aufgabe, die Fluren und die Treppenhäuser, Aufgänge sauber zu halten.
    * Putzfrauen
          o sie haben die Aufgaben, die Räumlichkeiten außerhalb der Gästezimmer sauber zu halten.
          o in einigen Hotels verrichten sie die Aufräumungsarbeiten in den Restaurants und Banketträumen.
    * Wäschebeschließer/in (Beschließer – intézo, gondnok)

          Aufgaben: In größeren Häusern wird die Wäsche selbst gewaschen und dann auch von bestimmten Personen herausgegeben

    * Näher/in

          Aufgabe: sie näht die zerrissene Wäsche.

    * Wäscher/in (Laundry Attendant)

          Aufgaben: für die gesamte anfallende Wäsche in einem Hotel zuständig, Reinigung der Gästewäsche

    * Uniformausgabe und -reinigung

          Aufgaben: In großen Hotels wird für das Personal einheitliche Kleidung zur Verfügung gestellt, dieses wird meistens von der Wäscherei mit verwaltet

    * Public Area Cleaner (zuständig für alle öffentlichen Bereiche im Haus)
    * Florist/in (virágkertész)

Aufgaben: Die Ausstattung aller Bereiche mit frischen Blumen, von der Hotelhalle bis zu den Zimmern und die Pflege aller Pflanzen

Technische Abteilung (Engineering) 

    * Technischer Leiter (Chief Engineer)
    * Stellvertretender Technischer Leiter (Assistant Engineer)
          o Gas-/Wasserinstallateure
          o Elektrofachpersonal
          o Maler und Lackierer
          o IT Manager/IT Specialist
          o Gärtner
          o Schreiner, Polsterer

Verwaltung (Administration) 

    * Direktion
          o Hoteldirektor (General Manager)
                + Assistent/in der Geschäftsleitung (Personal Assistant to the General Manager)
    * Buchhaltung
          o Chefbuchhalter (Financial Controller)
                + Controller
                + Debitorenbuchhalter (Accounting Clerk, Acc. Receivable)
                + Kreditorenbuchhalter (Accounting Clerk, Acc. Payable)
                + Lohnbuchhalter
                + Einkäufer (Purchasing Manager)
                + Lagerverwalter (Storekeeper)
    * Veranstaltungsbüro
          o Bankettverkaufsleiter (Banquet Sales Manager)
                + Bankettverkaufsbereichsleiter (Banquet Sales Executive)
                + Bankettverkaufskoordinator (Banquet Sales Coordinator)
    * Verkaufsabteilung (Sales)
          o Verkaufs- und Marketingleiter (Director of Sales and Marketing)
                + Verkaufsbereichsleiter (Sales Manager)
                + Verkäufer (Sales Executive)
                + Verkaufskoordinator (Sales Coordinator)
    * Personalabteilung
          o Personalchef (Human Resources Manager)
                + Personalsachbearbeiter
                + Weiterbildungsbeauftragter (Training Manager)
    * Reservierung
          o Reservierungsleiter (Reservation Manager)
                + Reservierungssachbearbeiter (Reservation Clerk)

Rezeption (Front Office) 

    * Empfangschef (Front Office Manager)
          o stellvertretender Empfangschef (Assistant Front Office Manager)
                + Night Manager
                + Assistant Night Manager
                + Rezeptions-Schichtleiter (Front Office Supervisor)
                + Rezeptionsmitarbeiter (Front Office Clerk)
                + Kassierer (Cashier)
                      # Telefonvermittler (Telephone Operator)
          o Concierge
                + Gepäckträger (Porter)
                + Portier (Doorman)
                + Wagenmeister
                + Hoteldiener (Bellcaptain)
                      # Hotelpage (Bellboy)

Sonstige Bereiche 

    * Wellnessbereich

Ausbildung 

Deutschland 

Das Gastgewerbe ist einer der größten Ausbilder Deutschlands mit über 97.000 Auszubildenden. Es gibt folgende Ausbildungsberufe in der Hotellerie:

    * Geprüfter Hotelmeister/Geprüfte Hotelmeisterin
    * Staatlich geprüfte/-r Assistent/in für Hotelmanagement
    * Betriebswirt (Berufsakademie) für Hotel- und Gastronomiemanagement
    * Hotelkaufmann/-frau
    * Hotelfachmann/-frau
    * Fachkraft im Gastgewerbe (nur 2 Jahre Ausbildungsdauer)
    * Restaurantfachmann/-frau
    * Koch/Köchin

Die Ausbildung dauert in Deutschland üblicherweise drei Jahre. Die Ausbildung umfasst das Arbeiten am Empfang, im Housekeeping (Gästezimmer), in der Hotelküche, Magazin, Hotelbüro (Verwaltung) und im Restaurant. Gute Fremdsprachenkenntnisse, mathematisches und wirtschaftlich effizientes Denken, Spaß an der Arbeit mit Menschen sowie eine hohe Belastbarkeit sind wichtige Voraussetzungen. Beim Hotelkaufmann ist der Bereich Hotelbüro besonders vertieft.
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Marriott in Zürich
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International 

Deutschland stellt mit seinem dualen Ausbildungssystem für Hotel- und Gastronomieberufe im internationalen Vergleich eine Ausnahme dar. Im Ausland sind vor allem drei- bis vierjährige Hotelmanagement-Studiengänge (Bachelor of Hospitality Management) verbreitet, die ca. 1 Jahr Praktikum beinhalten. Vergleichbare klassische betriebliche Ausbildungsgänge sind nicht vorhanden. Hotelmanagement-Studiengänge werden jedoch auch hierzulande immer beliebter, seien es deutsche Privathochschulen (FH Bad Honnef), staatliche Berufsakademien oder internationale Hotelfachschulen im Ausland (besonders in der Schweiz).

Arbeitsbedingungen 

Im Berufsleben wird die Tätigkeit in der Hotellerie „Hotelfach“ genannt.

Im HoGa-Bereich generell sind geringe Bezahlung und häufig wechselnde Arbeitszeiten (Schichtbetrieb) oder Arbeit zu ungewöhnlichen Zeiten üblich. An vielen Orten ist Saisonarbeit üblich, verbunden mit einem Zeitvertrag.

Tarifparteien sind regionale HoGa-Verbände und die Gewerkschaft Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten. Betriebsräte sind in privat geführten Hotels eine Seltenheit.

Oftmals wird in der Hotellerie ein ungleichmäßig hoher Arbeitseinsatz erwartet, sodass es oft nur zu geringer Freizeitgestaltung kommen kann. Dieser hohe Arbeitseinsatz ergibt sich sehr oft aus der Unplanbarkeit im Hotel. So hängt zum Beispiel der Feierabend im Restaurant davon ab, wann die letzten Gäste gehen.

Die Hotellerie als Wirtschaftsfaktor 

Schweiz 

Die Hotellerie bildet das Rückgrat des schweizerischen Tourismus. Obwohl sich die Bettenzahl in den letzten Jahren nur wenig veränderte, so wurde die Qualität des Beherbergungsangebots stets den sich wandelnden Bedürfnissen angepasst. Die Hotelleriesuisse hat für die Definition eines Hotels erweiterte Mindestkriterien auf Einrichtungen und Angebot festgehalten:

    * Beherbergung und Aufenthalt
          o Mindestens zehn Zimmer
          o Fließendes Kalt- und Warmwasser in jedem Zimmer
          o Angemessener Standard und Wohnkomfort
          o Dusche oder Bad, Toiletten frei benutzbar
    * Verpflegung
          o Mindestens das Frühstück muss der Gast im Haus einnehmen können

Die Schweizer Hotellerie verfügt über 5600 Hotelbetriebe mit 140.500 Zimmer mit 258.700 Betten. Tendenz sinkend, da kleine Betriebe schließen und die Großen ausbauen. Die Hotellerie ist eine typische KMU-Branche. Von den Hotelbetrieben haben 73,1 % weniger als 50 Betten und 62,8 % weniger als 20 Zimmer. Weiter ist festzustellen, dass der Komfort in den Hotels laufend verbessert wird. 2003 gab es von den 140.500 Zimmern in der Schweiz 123.600 mit Dusche oder Bad im Zimmer und 14.800 Zimmer nur mit fließend Wasser. Nur gerade etwas über 2.000 Zimmer verfügen über kein fließendes Wasser im Zimmer. Hotelgäste kommen mehrheitlich aus dem Ausland, somit ist die Hotellerie eine Branche mit indirektem Export.

Diese Tatsache wird hauptsächlich als Argument für einen Sondersatz bei der MwSt. verwendet. Die Bergkurorte haben den größten Anteil am touristischen Kuchen, wobei die Stadthotellerie die bessere Auslastung ihrer Zimmer und Betten aufweist. Von den zwölf touristischen Regionen in der Schweiz steht die Region Graubünden an der Spitze. Die Sommersaison lockt rund 10 % mehr Gäste in die Schweiz als das Winterhalbjahr.

Die Schweizer Hotellerie erwirtschaftet im Jahr einen Umsatz von rund CHF 8,5 Mrd., davon entfallen etwa 41,5 % auf das reine Übernachtungsgeschäft. Die Hotellerie ist eine dienstleistungsintensive Branche und es werden im Jahr ungefähr CHF 3,5 Mrd. an Löhnen ausbezahlt.